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Pearl Harbor - Oahu

Geschrieben von Nadine Zangerle am . Veröffentlicht in USA

Und dann ging es zum weltberuehmten Waikiki Beach. Hier hatten wir uns in einer tollen und guenstigen Jugendherberge einquartiert. Im Waikiki Beachside Hostel teilten wir uns mit 2 Leuten Bad und Kueche und hatten ein separates Zimmer.

Natuerlich erkundeten wir auch Oahu und cruisten an der Nordkueste entlang. Dort fanden wir hohe Wellen, erfahrene Surfer und Traumstraende. Am Shark Cove packten wir dann auch mal unser Schnorchelzeugs aus, doch durch die Wellen war die Sicht nicht die Beste. Wir schlenderten durch die Altstadt von Hale’iwa und probierten die angepriesenen Shrimpsgerichte.

Am Waikiki Beach stuerzten wir uns mit Bodyboards bewappnet in die Wellen und kaempften ohne Flossen um Geschwindigkeit. Nachdem wir ein paar Wellen erwischt hatten, trafen wir uns am Abend mit Andy, seiner Frau und seinem kleinen Sohn in Chinatown. Erinnert ihr euch an Andy? Wir hatten ihn auf unserem Kalalau Trail getroffen und er wohnt auf Oahu.

Auf Oahu steht natuerlich Pearl Harbor und dessen Gedenkstaette auf dem Programm. Und so verbrachten wir einen ganzen Tag auf dem Bowfin Submarine, USS Arizona Memorial, Battleship Missouri, USS Oklahoma Memorial und dem Aviation Museum.

U-Boote haben mich schon immer fasziniert. Matrosen auf engstem Raum, die rotieren mussten, um zu schlafen, da es nicht genug Betten gibt. Hier nochmal eine kleine Exkursion in die Geschichte:

Am 7. Dezember 1941 attackierten die Japaner die U.S. Basis in Pearl Harbor, was zum Eintritt der Amerikaner in den Zweiten Weltkrieg fuehrte.

Die Amerikaner hatten ihre Schlachtschiffe in Zweierreihen im Hafen vertaut und ihre Flugzeuge Fluegel-an-Fluegel auf dem Flugfeld geparkt. Da Hawaii mitten im Pazifik gelegen ist, kam keiner auf die Idee, von der Luft aus angegriffen zu werden, da die damaligen Flugzeuge nicht so weite Strecken fliegen konnten.

Ueber Radar wurden viele Flugzeuge entdeckt, doch die Amerikaner gingen von freundlichen Flugzeugen aus, da sie mit ihren Flugzeugtraegern am selben Tag eine Staffel von Jagdflugzeugen erwarteten. 353 Japanische Jagdflugzeuge, Sturzkampfbomber und Torpedobomber flogen zwei Angriffe. Sie versanken 18 Schiffe, davon 5 Schlachtschiffe. 188 Amerikanische Flugzeuge wurden zerstoert, 155 beschaedigt. Bei diesem Angriff kamen 2 402 Menschen ums Leben, 1 282 wurden verletzt.

Drei Schlachtschiffe konnten nicht mehr geborgen werden – USS Arizona, USS Oklahoma und die USS Utah. Das Schlachtschiff mit der hoechsten Verlustrate in der Geschichte ist und bleibt USS Arizona mit 1 177 Toten.

Um den Toten ihren Frieden zu geben, wurden die drei Schlachtschiffe nicht geborgen. Eine geschwungene Plattform wurde ueber die USS Arizona gespannt und man kann die Gedaechtnisstaette mit einem Boot besuchen. Die ueberlebenden Matrosen dieses Schiffes koennen nach ihrem Tod in einer Urne auf ihrem alten Schlachtschiff beigesetzt werden, um sie mit ihren Kameraden zu vereinen.

Die Gedaechtnisstaette hat uns sehr beruehrt und als ein Adlerrochen ueber die verrosteten Metallreste des riesen Schlachtschiffs glitt, fuehlte es sich garnicht an wie ein Grab. Man sagt, dass das heraussickernde Oel die schwarzen Traenen der toten Seemaenner sind.

Eine grossartige Gedaechtnisstaette und man kann nur hoffen, das die Menschheit daraus lernt.